Freitag, 31. Oktober 2014

Hong Kong

Nach Indien und Nepal ist Hong Kong eine Wohltat, es gibt geteerte Straßen und Gehwege! Die Einreise ging erstaunlich schnell und man kann sich erst mal in Ruhe orientieren ohne von einer Flut Taxifahrer überrollt zu werden. 
Mit dem Bus sind wir dann zu den berühmten billigen Backpackerunterkünfte in Kowloon Tsim Sha Tsui gefahren, den Chungking Mansions. Ein riesiger Gebäudekomplex mit unzähligen kleinen Geschäften im Erdgeschoss, hauptsächlich von Indern betrieben, in denen man wirklich alles kaufen kann. Hier hat Heinz auch schon vor 24 Jahren bei seiner ersten Weltreise gewohnt.


Nachdem wir unser Hostel gefunden und uns mit einem Frühstück gestärkt hatten, wollten wir gleich unser Visum für China beantragen. Dafür mussten wir auf Hong Kong Iland fahren. Wir sind also zum Hafen und mit der berühmten Star Ferry auf die Insel gefahren. Es ist einfach ein wahnsinns Anblick, die Skyline von Hong Kong und daneben noch die alten Tschunken, die durch den Hafen schippern.



Unser Visa-Projekt verlief leider nicht so erfolgreich. Nachdem wir unzählige Antragsformolare ausgefüllt hatten und dann unsere Nummer aufgerufen wurde, scheiterte unser Antrag an fehlenden Zug- oder Flugtickets nach China und an der fehlenden übersetzten Geburtsurkunde von Chrissi.
Jetzt hiess es erst mal nach Alternativen zu suchen. Dazu sind wir zurück in unser Luxus 10 m2 Zimmer inklusive Bad.
Zum moralischen Aufbau waren wir am Abend zum Essen im Din Tai Fung, eine Restaurantkette mit einem Michelin-Stern, sehr lecker.

Neuer Tag, neues Glück! Wir haben eine halbstaatliche Travelagency in unserer Nähe gefunden und hier ist alles kein Problem, wir sind jetzt eine Reisegruppe und da braucht man die ganzen Formulare nicht, ist zwar ein bisschen teurer, aber dafür geht es schneller.
Nachdem wir dann den "Walk of Fame" von Hong Kong im Hafen bewundert hatten und die "5th Avenue" von Hong Kong entlang geschlendert sind (leider mit den gleichen Preisen), haben wir uns mit Niklas in der Hong Kong Univerity of Science and Technology getroffen. Nach einem Mittagessen in der Mensa haben wir uns den tollen Campus angesehen, mit traumhaftem Blick aufs Meer und den vorgelagerten Inseln.



Für den Nachmittag hatten wir den Besuch des Viktoria Peak geplant. An der Peak Tram, einer 1888 eröffneten Schweizer Standseilbahn, herrschte großer Andrang. Bis wir oben ankamen konnten wir dann schon die beleuchtete Skyline von der Insel und Kowloon bewundern. 




Auf dem Rückweg kamen uns dann schon die ersten Geister und Prinzessinen und auch eine Squaw entgegen. 
👻 Happy Halloween 🎃


Dienstag, 28. Oktober 2014

Pokhara, hin und zurück

Morgens um 6:30 Uhr sind wir vom Hotel zu den Fernbussen gelaufen. Über zwanzig Busse standen fahrbereit da. Eine bunte Mischung von Touristen und Einheimischen, sowie Fahrer und Verkäufer wuselten hin und her. Irgendwo in der Langen Reihe haben wir unseren Bus gefunden. Vor uns waren 210 km bzw. sieben Stunden Fahrt nach Pokhara, eine kleine Stadt am See Phewa mit herrlichem Blick auf einige Himalaya-Berge. Die Hinfahrt war kurzweilig, es gab viel zu sehen und einige Stops für Toilette, Frühstück und Mittagessen.


In Pokhara angekommen wurden wir von einem Schwarm von Hotelvermittlern umworben. Nur unserer hat gefehlt. Nach einer fairen Wartezeit haben wir dann einen anderes Angebot in Anspruch genommen.
Am nächsten Morgen sind wir zum See gelaufen und haben für eine Stunde ein Boot gemietet, um die Bergkulisse vom Himalaya und die Paraglider vom Wasser aus zu beobachten. Danach sind wir mit zwei Kleinbussen zu den Devis Falls gefahren, ein kleiner Wasserfall in den äußeren Stadtbezirken. Von da aus ging es auf ein Hügel übern See, auf dem eine World Peace Pagoda gebaut wurde. Es ging eine ganze Weile Steil bergauf, aber der Weg war meist als rustikale Steintreppe ausgebaut. Der Ausblick über See und Stadt war schön, leider waren die weißen Riesen im Hintergrund schon von Wolken bedeckt.






Nachmittags haben wir das Rangeen Home für Kinder besucht. Es wird von der Nepal-Initiative aus Deutschland unterstützt und bietet Kindern aus den Bergregionen eine Schulausbildung. Nele, die Schwester einer Freundin von Laura, ist gerade als Betreuerin im Heim tätig. Wir wurden von Betreuern und Kinder herzlich begrüßt. Die Kinder haben uns das Heim gezeigt und einige Tänze vorgeführt. 

Danach hat Laura mit den Kindern eine kleine Ballettstunde gemacht. Abends hat es noch geregnet. Als Entschädigung waren die hohen Berge morgens mit Neuschnee bedeckt.
Die Rückfahrt nach Kathmandu hat den ganzen nächsten Tag in Anspruch genommen, da die Straße wegen eines Unfalles fast 5 Stunden gesperrt war. Wieder im alten Hotel in Kathmandu wartete schon unsere Wäsche vom Laundry Service. War wieder nötig. Am Mittwoch geht es über Delhi nach Hong Kong.

Samstag, 25. Oktober 2014

Boudha Stupa und Patan

Hierbei handelt es sich um weitere Städte bzw. Stadtteile im Kathmandu-Tal, welche wir heute besucht haben. Wir hatten uns entschlossen mal wieder das Abenteuer Busfahren in Angriff zu nehmen. Der ungefähre Startpunkt der Busse wurde uns im Hotel gesagt und dann sind wir los. Man kann dies in keinster Weise mit unseren Stadtbussen vergleichen. Hier fahren sogenannte Micro-Busse, die natürlich keine Nummern haben, sondern einen Beifahrer der zur offenen Tür halb drin, halb draußen ist und auf Nepali die Haltestellen ruft. Da hier aber alle sehr hilfsbereit sind, hatten wir dann nach kurzem unseren richtigen Bus. Wie schon in Usbekistan werden die Busse vollgestpft bis es wirklich nicht mehr geht. Kurz vor unserem Ziel ist dann mal wieder ein Reifen geplatzt, kein Wunder bei den Straßen und völlig überfülltem Bus. Aber alles kein Problem, es wurde kurzerhand der komplette Bus mit Passagieren aufgebockt, das Rad gewechselt und dann ging es weiter. Hat gerade mal 5 Minuten gedauert. Der Bus hielt genau vor unserem Ziel der Bouhda Stupa. Die Fahrt hat gerade mal ca. 15 Cent pro Person gekostet.


Der Bouhda Stupa ist einer der bedeutendsten buddhistischen Pilgerstätten aus Nepal und den umliegenden Gebieten des Himalaya. Mit einer Höhe von 36 Metern gehört der Stupa zu den größten seiner Art. Trotz Touristen Strahlen diese ganzen Orte eine gewisse innere Ruhe aus. Man fühlt sich nie fehl am Platz.
Anschließend haben wir uns zur Ring Road vorgearbeitet, um nach einem passenden Bus gesucht. Nach sechs bis sieben Absagen hat uns einer in die ungefähre Richtung mitgenommen. Dank GPS haben wir unsere Ausstiegstelle nicht verpasst und sind nach ca. einem Kilometer im Patan Durbar Square angekommen. Hier befindet sich unter mehreren Tempeln die zweite der drei ehemaligen Kaiserstädte.



Für die Rückfahrt zum Hotelviertel haben wir wieder den örtlichen öffentlichen Verkehr bemüht. Morgen geht es mit dem Bus nach Pokhara (mit einem Reisebus, kein Micro-Bus) eine 210 km entfernte Stadt am See. Unsere Sitzplätze sind an der Talseite gebucht worden, damit wir einen besseren Blick haben. Wir sind gespannt.


Freitag, 24. Oktober 2014

Namaste Nepal/Kathmandu

Nepal/Kathmandu war uns auf Anhieb sehr sympathisch. Kleiner überschaubarer Flughafen, die Menschen freundlich, aber nicht aufdringlich und weitaus weniger Lärm trotz vieler Autos und Motorräder. 
Dieses Mal war auch unser Abholservice da und hat uns durch Enge Gassen Kathmandus zu unserem Hotel in Thamel gebracht. In diesem Stadtteil befinden sich die meisten Hotels und Restaurants, sowie eine Menge Geschäfte, es ist also der Touristenteil von Kathmandu, aber sehr sympathisch. Man kann sich ewig in den kleinen Gassen von Geschäft zu Geschäft hangeln und endlos viele Dinge entdecken. Aber natürlich gibt es noch andere Stadtteile und viel mehr zu sehen.
So gibt es südlich von Thamel den Kathmandu Durbar Square. Ein Platz an dem sich der Palast der Könige befindet und eine große Anzahl an Tempeln. Es war zwar nicht so einfach zu finden, aber nach einigen Umwegen waren wir da. Es gibt nämlich in Kathmandu so gut wie keine Strassennahmen, hier orientiert man sich an Plätzen und wenn man einen Einheimischen fragt, an welcher Stelle auf der Karte man sich befindet bekommt man nur eine ca. Angabe. Aber es gibt ja auch noch andere Touristen, da sind die Angaben dann um einiges genauer. 


Und da wir gerade so gut waren im Orte finden haben wir uns gleich den nächsten vorgenommen, Swayambhu, ein Tempelkomplex auf einem Hügel im westlichen Kathmandu. Aufgrund der dort lebenden Affen ist er auch als "Affentempel" bekannt. Es ist eine der ältesten buddhistischen Tempelanlagen der Welt. Am Fuße der Hügel befindet sich eine Steinplatte mit den Fußabdrücken Buddhas, von dort führen 365 Stufen, flankiert von bunten Figuren und Souvenirverkäufern zur Tempelanlage. Es ist eine tolle Anlage, die von Buddhas Augen überschaut wird.




Um etwas aus der Stadt heraus zu kommen haben wir heute eine kleine Wanderung im Kathmanduthal unternommen. Es ging hoch hinaus um eventuell einen Blick auf den Mount Everest erhaschen zu können. Leider haben Nebel und Wolken uns einen Strich durch die Rechnung gemacht. Wir konnten aber einen Blick auf die Spitze eines weiteren 8000er erhaschen (Dhaulagiri I) und wir haben unseren ersten Sonnenbrand abbekommen.













Donnerstag, 23. Oktober 2014

Happy Diwali

Wir sind seit gestern Abend in Kathmandu. Heute und die nächsten zwei Tage wird Diwali, das hinduistische Lichterfest gefeiert. Wir finden es toll dies miterleben zu können. Die letzte Woche wurden schon die Vorbereitungen dafür getroffen, alles geputzt und alle Häuser mit Blumen und Lichterketten geschmückt. Heute wird Vorallem die Göttin Laxmi geehrt, sie soll das Geld ins Haus bringen.
Wir haben uns zu Diwali nach fast einem Monat kulinarischen Experimenten, Pizzas und ein nepalesisches Bier gegönnt😃.








Dienstag, 21. Oktober 2014

Agra

Ungefähr 30 km vor Agra befindet sich Fatehpur Sikri, eine Palastanlage, die der Großvater von Shah Jahan (dem Erbauer des Taj Mahal) errichten ließ aus Dankbarkeit, da ihm hier Prophezeit wurde, dass er einen Sohn bekommen würde, nachdem seine drei Frauen bis dahin kinderlos waren. Die unterschiedlichen Religionen der drei Frauen spiegeln sich in der Architektur wider.
Nach vier Jahren hat die Familie den Palast verlassen, da es kein sauberes Trinkwasser gab, und zog nach Agra. 


Das Taj Mahal ist die letzte Ruhestätte der Lieblingsfrau von Shah Jahan, die bei der Geburt des 14. Kindes verstarb. 
Wenn man den ersten Blick darauf wirft, hält es diesen Gefangen und man kann nicht mehr wegschauen. Der Mogulkaiser ist dort nun neben seiner Frau begraben. Der Komplex ist spiegelbildlich aufgebaut: Nach Westen wurde eine Moschee, im Osten eine Unterkunft für Gäste gebaut. Beeindruckend sind die in weißem Marmor eingearbeiteten Muster aus Halbedelsteine aus aller Welt.


Nachmittags haben wir das Agra Fort besucht, welches mit der Geschichte vom Taj Mahal eng verbunden ist. Auf der anderen Seite des Flusses, gegenüber des Taj Mahal, begann der Mogulkaiser mit dem Bau eines zweiten Taj Mahal in schwarz für sich.  Da der Sohn so sein Erbe schwinden sah, ließ er den Vater im Red Fort einsperren und brach den Bau ab. Von seinem Zimmer aus konnte er jedoch immer auf das Taj Mahal schauen.



Zum Sonnenuntergang waren wir im Park auf der gegenüberliegenden Seite des Flusses um das Taj Mahal in rot getaucht zu sehen. Leider hat uns der Smog einen Strich durch die Rechnung gemacht.


Sonntag, 19. Oktober 2014

Bang Bang - Jaipur

Bang Bang!, so lautete der Filmtitel unseres Bollywood- Films, den wir in einem der ältesten und wunderschönen Kino Indiens gesehen haben, dem Raj Mandir. Hier ist Kino ein Familienereignis, von der Oma bis zum Säugling sind alle dabei und der Film wird richtig mitgelebt mit Ausrufen der Freude, sowie der Empörung. Es waren wirklich 2,5 Stunden reinstes Kinovergnügen.
Neben dem Kino bietet Jaipur natürlich noch einiges mehr. Jaipur wird auch als "pink City" bezeichnet, da die Häuser als Zeichen der Gastfreundschaft zu Ehren von König Edward VII 1876 pink angemalt wurden, und dies ist bis heute so geblieben. Da ist einmal der bekannte Palast der Winde, der City Palace von Maharaja Sawai Singh II und das Jantar Mantar, ein astronomisches Freilichtobservatorium aus dem 18. Jahrhundert.

Palast der Winde

City Palace

Jantar Mantar

Außerhalb von Jaipur liegt das Amber- Fort, man kann zu Fuß hochgehen oder sich am Vormittag von Elefanten nach oben bringen lassen, was zwar etwas schaukelt, aber so entgeht man zumindest einem Stück des Weges den sehr penetranten Souvenirverkäufern, bei denen auch ein 10 faches "No, thank you" keine Wirkung zeigt.



Oben erwartet einen ein phantastischer Ausblick über das Tal und zu einem weiteren Fort, dem Jaigarth Fort. Neben dem Ausblick ist es interessant das Fort mit seinen verwinkelten Gängen, den vielen Innenhöfen und Türmchen zu erkunden und den schönen Spiegelsaal zu bewundern. Wobei es sich hier um viele winzige Spiegel handelt im Gegensatz zu Versailles.

Amber Fort

Eine Kunstform für die Jaipur bekannt ist, ist das " Block-Printing" auf Stoffen. In einem netten kleinen Museum (Anokhi-Museum) haben wir einen Einblick darin bekommen. Hier wird gezeigt wie die aufwändigen Muster in die Druckblöcke aus Holz geschnitzt werden und dann die Stoffe, teilweise im Mehrfarbtechnik bedruckt werden. Wirklich toll.

Anokhi Museum


Ein Schlangenbeschwörer darf in Indien natürlich nicht fehlen.
Und wir ruhen uns jetzt aus, denn morgen geht es weiter nach Agra.