Sonntag, 18. Januar 2015

Im Land der Mayas

Um ein weiteres der neuen "Sieben Weltwunder" zu sehen, sind wir von Mexico City nach Merida geflogen. Zwischen Merida, Hauptstadt der Provinz Yucatan, und Cancun befindet sich Chichen Itza, eine der bekanntesten Maya-Stätten. Unser Hotel in Merida, nur knappe 300 Meter von der zentralen Plaza und der Kathedrale entfernt, hatte einen kleinen, unscheinbaren Eingang. Dahinter eröffnete sich ein schöner, kolonialer Innenhof, in dem sich die Anmeldung und der Essraum befinden. In der zweiten Hälfte war dann das Schwimmbecken, die Palmen und die Liegen, von Zimmern und Balkone umringt.

Nachmittags sind wir ins Stadtzentrum gelaufen. Nach einer stärkenden Mahlzeit haben wir verschiedene Geschäfte mit den typischen Strohhüten - keine "Sombreros", sondern eher im Panamahutstil -, die Hängematten und die bunt bestickten Blusen und Kleider angeschaut. In der Abenddämmerung sind wir über den Hauptplatz mit der Kathedralen zurück ins Hotel gelaufen.

Die Tour nach Chichen Itza ging am nächsten Morgen kurz nach neun Uhr los. Sammy, unser Tourguide, erzählte uns sieben Touristen während der zweistündigen Fahrt einiges über die Geschichte der alten Mayastätte. Da es momentan Winter ist, erwarteten uns "nur" um die 30 Grad C und wenig Schatten. Im Sommer können es schnell 40 bis 45 Grad sein... Wir Outback-erprobten Globetrotter hatten uns schon morgens mit der 50er Sonnencreme eingeschmiert und natürlich Hüte und reichlich Wasser dabei. Alles im Griff.

Eine Besonderheit erwartete uns an der Kasse: Man kauft zwei Eintritte: Einer wird von der Provinz verwaltet, der andere vom Land. So hatte jeder zwei Tickets, die entsprechend von veschiedenen Personen am Eingang entwertet wurden. Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser, getrennte Abrechnungen am besten.

Die Menschenansammlung am Eingang entzerrte sich schnell im weiträumigen Gelände. Mächtig präsentiert sich die große Pyramide, Kukulkan oder "Das Schloss" genannt, mitten im Park. In der Nebensaison besuchen täglich ca. dreitausend Touristen die Ruinen, in der Hauptsaison sind es dann eher zwölftausend, und bis zu 50 tausend an den zwei Tagen im Jahr, an denen die Sonne ihren Höchststand erreicht, und durch die raffinierte Architektur als Licht- und Schattenspiel eine absteigende Schlange an die Treppe projiziert.

Einige hundert Meter von der Pyramide befindet sich das Ballspielfeld. Die Tafeln an der Seite zeigen die zwei Mannschaften als Krieger. Eine Mannschaft verliert zum Schluss ihren Kopf, wobei sich die Archeologen nicht einig sind, ob es die Verlierer oder die Gewinner sind.

Auch ein Observatorium hatten die Mayas gebaut, mit Türen und Fenstern, die mit den verschiedenen Sonnenstände übereinstimmen. Man vermutet, dass das Observatorium vor der großen Pyramide gebaut wurde, um diese so genau wie möglich ausrichten zu können.

Die Stadt wurden zwischen vier großen Wasserlöcher, sogenannte Cenoten, gebaut, die über unterirdischen Flüssen verbunden sind.

Nach vielen interessanten Eindrücken wurden wir zum Mittagessen ins naheliegende Dorf gefahren. Anschließend konnten wir uns in der Cenote "Ik Kil" erfrischen, bevor wir die Rückfahrt nach Merida antraten.

Abends sind wir noch zur Plaza Santa Lucia gegangen, auf der es seit genau 50 Jahren donnerstags die Serenata Nocturna gibt. Nachdem wir unter vielen Menschen einige Lieder angehört und die lokale Prominenz sich beglückwünscht hatte, sind wir, nach einen kleinen Margarita und Tequila- Boxenstopp, wieder ins Hotel zurück. Am nächsten Morgen hieß es wieder Packen und Weitereisen.



 

Mittwoch, 14. Januar 2015

Ciudad de Mexico

Mit einer Stunde Verspätung sind wir um 6.30 Uhr in Mexico gelandet. Bezüglich der Temperatur war es zu San Francisco kein großer Unterschied, da es hier Winter ist und Mexico Stadt auf 2310 m Höhe liegt. Vom Flughafen sind wir mit dem Taxi nach Cuajimalpa gefahren, einem westlich gelegenen Stadtteil. Dort haben wir Alex, einen Schulfreund von Heinz, und seine Familie besucht. Während Laura und Christina ihren Schlafmangel etwas ausglichen haben wir uns mit ein paar Mates gestärkt. Zum Mittagessen gab es dann für alle Asado.
Am nächsten Morgen fuhren wir mit der Metro in das Zentrum der Stadt, dem Zocalo. Rund herum um diesen Platz befinden sich die wichtigsten Gebäude, wie der Palacio national, dem Sitz des Präsidenten, das Rathaus und die Catedral metropolitana, die größten Kathedrale Mexicos und die größte Barockkirche der Welt.
Palacio national
Catedral metropolitana
Rathaus mit Weihnachtsdekoration
Nachdem wir uns diese imposanten Gebäude angesehen hatten unternahmen wir eine drei Stunden Tour mit dem Turibus durch den historischen Teil der Stadt.
Vorbei am Palacio Postal...
... dem Palacio Bellas Artes...
...auf der Prachtstraße, dem Paseo de la Reforma, am Siegesengel vorbei ...
.... bis zum Nationalmuseum für Anthropologie über den Stadtteil Condesa, mit seinen vielen kleinen Kaffees, am Monument Benito Juares und dem Torre Latinoamericana vorbei wieder zum Zocalo. 

Nach diesen vielen Eindrücken gab es auf der Dachterasse des "Puro Corazon" den ersten Margarita und ein verspätetes Mittagessen mit einem schönen Blick auf den Zocalo.
Für den zweiten Tag hatten wir uns verschiedene Museen und den Mercado de Artesenias vorgenommen. Wir haben im Süden der Stadt mit dem Frida Khalo Museum begonnen, ein lang gehegter Wunsch wurde wahr. Und wir wurden nicht enttäuscht. 
Nach einer kleinen Stärkung ging es weiter auf den Mercado de Artesenias, der alles für das Touristenherz bietet. Die bunten Farben der Kleidung, der Keramiken und auch der Sombreros sind eine wahre Augenweide. Einige Kleinigkeiten dürfen jetzt auch mit nach Deutschland.
Da wir die Strecken bzw. die Zeit die man dafür benötigt etwas unterschätzt hatten, haben wir den Besuch des Diego Rivera Museums gestrichen und sind direkt zum Nationalmuseum für Anthropologie weiter gefahren.
Dieses Museum ist architektonisch, sowie inhaltlich sehenswert. Es war schon ein Appetizer für das was wir noch vor uns haben.

Vor allem haben wir uns gefreut nach 10 Jahren Familie Westen wieder zu sehen, insbesondere da wir die zwei jüngsten Familienmitglieder noch nicht kannten.


Samstag, 10. Januar 2015

San Francisco und Palo Alto

Kurz nach sieben Uhr morgens sind wir vom Hostel in Sydney mit der Metro zum Flughafen gefahren. Nach einem Zwischenstopp in Auckland ging es dann nachmittags weiter, über den Pazifik, dem Äquator und der Datumsgrenze nach San Francisco, wo wir im Morgenrot des gleichen Tages landeten. Im Hotel konnten wir unser Gepäck abstellen und die Stadt erkunden. 
Mit der historischen Straßenbahn sind wir zu den Docks gefahren, haben dort die Seelöwen im Pear 39 angeschaut und einen ersten Blick auf die Golden Gate Bridge geworfen. Zum Hotel zurück fuhren wir mit dem berühmten Cable Car. 


Der nächste Tag fing mit einem Frühstück in Lori's 50er-Jahre-Stil Diner an, um gestärkt nach Alcatraz zu kommen. 


Die Ferry brachte uns auf die Insel. Nach der Begrüßung und einigen Hinweisen des Parkrangers haben wir einen kurzen Film über die Geschichte von Alcatraz gesehen. Durch das Gefängnis gab es dann eine Audiotur, die mit Geschichten und Erzählungen durch die verschiedenen Zellen und Räume führt. Im Souvenierladen war sogar ein Ex-Häftling von Alcatraz, der über seine Zeit als Gefangener ein Buch geschrieben hatte und zum Signieren da war. Interessant war auch der Vortrag über die Flucht von 1962, die als Vorlage für den Film "Escape from Alcatraz" mit Clint Eastwood verwendet wurde.
Nachmittags spazierten wir zur steilen und kurvigen Lombard Street und fuhren wieder mit dem Cable Car in die Stadt zurück.

Am nächsten Morgen haben wir am Hafen Fahrräder gemietet. Unser erster Halt war der Palace of Fine Arts, ein prächtiger Bau in einer schönen Parkanlage. 
Je Näher wir an die Golden Gate Bridge kamen, um so klarer und größer präsentierte sie sich und lud zu vielen Bilden aus den verschiedenen Perspiktiven ein.


Der Radweg führt nach einer kurzen aber intensiven Steigung auf die Brücke, auf der sich Fußgänger und Radfahrer eine Spur teilen. Nach der Brücke ging es bergab Richtung Sausalito. Dort gönnten wir uns noch einen Kaffee an der sonnigen Promenade, bevor wir mit der Fähre zurück nach San Francisco fuhren.
Im Hotel holten wir unser Gepäck ab und fuhren mit dem Zug Richtung Palo Alto. Hier wohnt seit einigen Jahren Familie Schubert, Freunde aus Ulm, die wir aus der Kinderkrippen- und  Kindergartenzeit unserer Mädels kennen. Am Samstag führten sie uns durch Palo Alto und der Stanford Universität. Ein wichtiger Stop war die Facebookzentrale.

 Wir verbrachten gemeinsam einen wunderschönen Tag, inklusive landestypischem Diner, Hamburger und einer phantastische Käseplatte mit richtigem Brot!!! 

French Toast
Stanford University
Abends brachte uns Boris zum Flughafen, wo wir kurz nach Mitternacht weiter nach Mexico flogen.

Dienstag, 6. Januar 2015

Sydneys Vielfalt

Am Montag war für Laura, Christina und Karina ein besonderer Tag: sie nahmen am Vormittag am offenen Tanztraining der Sydney Dance Company teil. Laura belegte gleich zwei Stunden. Sie fing um 9.30 Uhr mit klassischem Ballett an. Zur zweiten Stunde, zeitgenössischer Tanz, kamen dann Christina und Karina dazu. Es war ein herrlicher Vormittag. Wir drei haben gemerkten, wie sehr wir das Tanzen vermissen.
Mit Brian Carbee, Tänzer und Choreograph

Der Nachmittag gestaltete sich ruhiger. Karina schaute bei einem Wolladen vorbei und Laura und Christina gingen ins Kino. Heinz hat sich in dieser Zeit um organisatorische Dinge für unsere Weiterreise gekümmert.
Am Abend gingen Karina und Heinz noch Essen. Man kann Australien nicht verlassen, ohne wenigstens einmal die Vielfalt der Meerestiere probiert zu haben. Dafür gingen wir in ein traditionelles Restaurant direkt am Strand in Watson Bay.
Dabei konnten wir diese Aussicht genießen:

Der Dienstag, unser letzter Tag in Sydney, begann mit einem Besuch im Aquarium. Einen bekannten Bewohner Australiens hatten wir nämlich noch nicht gesehen: Das Schnabeltier. 
Neben dem Schnabeltier bekamen wir viele weitere Meeresbewohner zu sehen, natürlich auch Haie und Rochen, und zwei große, gemütliche Seekühe, die trotz einseitiger Salaternährung elegant und souverän im Haibecken schwimmen.
Vor unserer Weiterreise nach San Francisco wollten wir nochmal richtig Wärme tanken, dass es für die anstehenden kühleren Tage reicht. So sind wir mit dem Bus zum berühmten Bondi Beach gefahren. Ob es tatsächlich einer der schönsten Strände der Welt ist, wie es im Reiseführer steht, können wir nicht beurteilen; für uns war es ein herrlicher Nachmittag am Strand. Etwas wehmütig machten wir uns auf den Rückweg, denn nun hieß es wiedermal packen für den morgigen Flug in die nördliche Halbkugel. Genaugenommen ein kleiner Zeitsprung in die Vergangenheit, da wir die Datumsgrenze überschreiten.
Bondi Beach

Als Schmankerl haben wir im Hunter Valley-Blogeintrag ein kleines Video von Heinz und seinem neuen Freund hinzugefügt.


Montag, 5. Januar 2015

Sydney-Ende der ersten Halbzeit

Am ersten Januar haben wir Christiaan, einen alten Schulfreund von Heinz, und seine Familie besucht, die in den Außenbezirken von Sydney wohnen. 
Nach zehn Jahren hatte man sich doch eine ganze Menge zu erzählen, alte und neue Bilder anzusehen und Geschichten unserer Jugend wieder aufleben zu lassen. So verging der Tag zwischen Grillen und Pizza recht schnell. 
Am nächsten Tag sind wir gemeinsam mit der Fähre nach Manly Beach gefahren und haben ein paar Stunden am Strand und im Meer verbracht. Nachmittags kehrten wir im "Bavarian Bier Café" ein, wo es Brezn, Big Schulz Burger, Schnitzel und Weißbier gab.

Am Samstag bewegten wir uns in Sydney auf den Spuren von "Dance Academy". Laura und Chrissi stellten die Route zusammen die uns zu den verschiedenen Drehorten führte.
Begonnen haben wir am Observatory Park - und wo wir schon mal da waren, haben wir uns das Observatory Museum auch angesehen. 

Der eigentliche Schauplatz in der Serie ist ein Pavillion, das im hinteren Teil des Parkes liegt. Hier wurden wir dann auch Zeuge eines Heiratsantrages und waren zu einem kleinen Teil mit einbezogen: Wir sollten der Familie Bescheid geben, wann das Paar den Berg herauf kommt, damit sie im richtigen Moment mit ihrem Plakat los laufen konnten.

Danach ging es weiter zum Hafen, wo in Werft 4 tatsächlich die Sydney Dance Academy untergebracht ist. Dort haben wir uns dann gleich für Montag zum offenen Training angemeldet. 

Von der Walsh Bay haben wir einen Abstecher in das Museum of Contemporary Art gemacht.
Entlang des Circular Quay haben wir uns die Straßenkünstler angesehen und waren dann am späten Nachmittag bei unserem Ziel, der Sydney Oper angelangt. 

Um all das, was wir von unten angeschaut haben, mal von oben zu sehen, sind wir am Sonntag durch den Hyde Park zum Sydney Tower gegangen. Nach einem virtuellen 4D-Flug über Sydney ging es mit dem Aufzug zur Aussichtsplattform, dem Sydney Eye, von dem wir einen wunderschönen Rundumblick auf Sydney und Umgebung genießen konnten. 

Durch die Parkanlage des botanischen Gartens sind wir in die Sydney Art Gallery gelaufen. 

Nach einer kleinen Stärkung im Museumskaffe sind wir weiter bis Mary Macquaries Chair spaziert, wo wir Fähren, Boote und Schiffe im Hafen zwischen Oper und Harbour Bridge und den vielen Buchten zuschauten.